• Leider ist das ganze ein Rückschritt und wenn die Fahrzeugindustrie wollte und vor allem die Politik, dann würden wir auch kaum noch Autos mit Verbrennungsmotoren fahren.

    Es ist schon so, dass man mehr Energie in den Elektromotor legen könnte. Aber Momentan gibt es einfach eine technische Hürde, die nicht überwunden werden kann. Elektromotoren können momentan nicht konkurrenzfähig gemacht werden, da Akkus heute einfach zu schwach sind. Li-Ionen-Akkus sind nach derzeitigem Stand nicht in der Lage Mengen an Strom zu speichern, die groß genug sind, um einen Elektromotor mit großer Reichweite anzutreiben. In die Forschung wird schon viel gesteckt, aber es gibt kaum brauchbare Ergebnisse. Man benötigt ein ganz anderes Verfahren, um Strom zu speichern, da Li-Ionen einfach nicht effektiv genug sind. Man hat diese Technologie bereits jetzt schon fast vollumfänglich optimiert. Die Energiedichte (Watt pro Gewichtseinheit) ist derzeit zu niedrig.


  • Nehmen wir als Beispiel den genannten Zoe. Dieser kostet in der Grundausstattung bereits 21.500€. Als Vergleich nehmen wir den kleinsten Renault Twingo, für ein Stadtauto ja alle mal ausreichend. Beide in der absoluten Basisausstattung. Der Twingo kostet 9.890€.
    Wir betrachten also eine Preisdifferenz von 11.610€.

    Genau so sollte man es nicht rechnen. Die Ausstattung von einem Twingo kann man nicht mit dem Zoe vergleichen. Dass beide Basisausstattung haben, heißt nicht, dass sie wirklich gleich ausgestattet sind. Navi, Tempomat und diverse andere Features sind beim Twingo entweder gar nicht verfügbar oder teure Optionen.


    Eine Frage an den TE: Wie sieht's mit dem Batteriewechsel aus? Wie oft? Wie teuer?
    Die Batterie ist ja sicherlich gemietet.

    Die Akkus lassen sich sicher mehrere Jahre problemlos verwenden. Da die Akkus, wie du richtig gesagt hast, gemietet sind, tauscht Renault die Akkus kostenlos aus, sobald sie nur mehr 70% der vollen Kapazität haben.

    Professioneller Webentwickler.

  • Genau so sollte man es nicht rechnen. Die Ausstattung von einem Twingo kann man nicht mit dem Zoe vergleichen. Dass beide Basisausstattung haben, heißt nicht, dass sie wirklich gleich ausgestattet sind. Navi, Tempomat und diverse andere Features sind beim Twingo entweder gar nicht verfügbar oder teure Optionen.

    Navi oder Tempomat ist im Stadtverkehr, gerade da punktet ja die E-Mobilität, mehr als überflüssig oder willst du mir sagen du brauchst im Stop&Go Verkehr einen Tempomat, ein Navi um mal in den Nachbarort zu düsen oder du fährst durch ganz Deutschland mit einem Renault Zoe?
    Naja, selbst wenn man Maximalausstattung Twingo (kleiner Motor) gegen Minimalausstattung Zoe nimmt sind die Preise mehr als unrentabel.
    Twingo: 14.300€
    Zoe: 21.500€
    Differenz: 7.200€
    Bei oben genanntem Benzinverbrauch und Preis pro Liter wären das ~110.000km Laufleistung. Bei einer jährlichen Laufleistung von 10.000km wären das 11 Jahre, die rein durch die Preisdifferenz abgedeckt sind.


    Der reine Umweltgedanke ist mir persönlich keine 7200€ wert. Ich bin ja selbst auch angetan von den Autos von Tesla, nur kostet halt ein Model S in Basisausführung mit kleinstem Motor bereits 82.000€. Die auf der Teslaseite vorgerechnete Ersparnis ist eh mehr als fadenscheinig. Dort wird mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,2l gerechnet und vorallem mit einem Benziner für den Premium Benzin im Wert von 1,53€/l berechnet wird.


    Für 82.000€ bekommt man bei Mercedes einen C300H (Diesel-Elektro-Hybriden) mit absoluter Vollausstattung. Für etwas weniger einen regulären Diesel mit ausgereifter Technik.


    Fazit für mich: E-Fahrzeuge sind nett, absolut interessant, aktuell aber einfach nicht alltagstauglich für mich oder in irgendeiner Weise rentabel. :(

    Die Akkus lassen sich sicher mehrere Jahre problemlos verwenden. Da die Akkus, wie du richtig gesagt hast, gemietet sind, tauscht Renault die Akkus kostenlos aus, sobald sie nur mehr 70% der vollen Kapazität haben.

    Naja, die Frage ist wie lange hält der Elektromotor und vorallem wie lange betreibt Renault diesen Service kostenfrei. Kann mir kaum vorstellen, dass sie ein Leben lang kostenlos Akkus tauschen, irgendwann wird da wohl Feierabend sein. Der Smart hier in der Verbandsgemeinde wird oft bewegt, hat mittlerweile den zweiten Akku und ist auch noch nicht so alt.

  • Navi oder Tempomat ist im Stadtverkehr, gerade da punktet ja die E-Mobilität, mehr als überflüssig

    Ob es überflüssig ist oder nicht, es ist dabei. Und in einer Großstadt durchaus hilfreich.


    Bei oben genanntem Benzinverbrauch und Preis pro Liter wären das ~110.000km Laufleistung. Bei einer jährlichen Laufleistung von 10.000km wären das 11 Jahre, die rein durch die Preisdifferenz abgedeckt sind.

    Benzinverbrauch, richtig. Wo ist der Rest?

    • KFZ-Steuer
    • Versicherung (die Vollkaskoversicherung kostet gerade mal 30€ im Monat)
    • Verschleißteile (weniger Bremsverschleiß, keine Kupplung)
    • Wartung (kein Getriebe, generell kaum schnelldrehende Teile)
    • Ölwechsel (hinfällig)

    Und dann wird die Differenz schon weniger extrem. Natürlich muss man auch die Akkumiete berücksichtigen.


    Ich will damit nicht sagen, dass ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner ist, das ist im Moment wahrscheinlich noch nicht der Fall. Nichtsdestotrotz, das Auto macht Spaß zu fahren und ist umweltfreundlich.


    Übrigens, einen Twingo für den Vergleich zu nehmen, finde ich nicht richtig. Der Zoe basiert nämlich auf dem Clio und der ist 3000€ teurer. Hier ein Vergleich aus der Schweiz, wobei man da sicher noch einiges optimieren könnte: http://www.e-mobile.ch/pdf/201…zeuge_Renault_01-2013.pdf



    Für 82.000€ bekommt man bei Mercedes einen C300H (Diesel-Elektro-Hybriden) mit absoluter Vollausstattung.

    Ein Tesla Model S ist aber Oberklasse, mehr E- oder S- als C-Klasse.



    Naja, die Frage ist wie lange hält der Elektromotor und vorallem wie lange betreibt Renault diesen Service kostenfrei.

    Der Service ist in der Akkumiete enthalten. Muss ja auch so sein, denn wenn ich den Akku lease, will ich auch dass er jederzeit funktioniert.

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    Einmal editiert, zuletzt von Le FlasH () aus folgendem Grund: Vergleichs-PDF eingefügt

  • Ein Tesla Model S ist aber Oberklasse, mehr E- oder S- als C-Klasse.

    Nun, saßst du mal in einem Model S? Schon von außen fallen ja recht unregelmäßigen Spaltmaße auf, aber innen ist die Verarbeitung alles, aber nicht was den hohen Preis rechtfertigt.
    Der riesige Touchscreen ist langsam wie sonst was und die Bedienung recht umständlich (oder sagen wir unausgereift im Vergleich zum iDrive).
    Das Tesla Model S ist lediglich preislich und vom Platzangebot Oberklasse. Die Ausstattung ist eher gehobene/obere Mittelklasse und bei der Verarbeitungsqualität, die man hier bei Kleinwagen in den 90ern hatte..


    Natürlich macht der brachiale Motor des Tesla Model S spaß in der Stadt, auf der Autobahn dagegen fehlt dem Wagen einiges an Durchzug (Auch ein Elektromotor ist nicht gefeit von einer abflachenden Drehmomentkurve), obwohl hier die Dualmotormodelle noch etwas mehr Biss haben, aber nach oben quält sich der Motor auf hohe Geschwindigkeiten (>120km/h). (Was zugegebener maßen auch eher nur ein deutsches Problem ist. Legal ist weltweilt meistens bei 120-150km/h schluss)


    Ich bin gespannt ob sich die Akkutechnologie im Fahrzeug wirklich so durchsetzt. Erdgas als alternativer Antrieb (daher ebenfalls erst einmal steuerbefreit) bedeutet keine wirkliche Umstellung und in LKWs wird uns der Verbrennungsmotor (mit möglicherweise Erdgas) noch lange bespaßen. Die Elektrobusse, welche ich mir bisher so ansehen konnte, waren alle außerordentlich schwer (Achslast -> Straßenschäden). Interessanterweise - wegen des benötigten Drehmoments bei solch schweren Kisten - hatten die alle ein 2- oder 3-Ganggetriebe verbaut. (Wirklich wirtschaftlich sind sie auch nicht. Allerdings sind sie relativ leise beim Anfahren, was schon an Kreuzungen zu einer Lärmminderung führt)

  • KFZ-Steuer


    Sind ein paar hundert Euro. Beim Kleinwagen kann man das schon fast ignorieren.


    Versicherung (die Vollkaskoversicherung kostet gerade mal 30€ im Monat)


    Hängt stark auch von den anderen Fahrern ab, der Schadenfreiheitsklasse und und und. 30€ sind ja auch 360€, mein Golf kostet unwesentlich mehr und ist deutlich öfter vertreten, speziell auch was Verkehrsunfälle angeht.


    Verschleißteile (weniger Bremsverschleiß, keine Kupplung)


    Das mag unter Umständen sein, Bremenverschleiß habe ich jetzt aber auch eher weniger. Wenn da mal alle 60.000-90.000km die Bremsen gemacht werden müssen kann ich damit leben. Hängt ja schließlich auch stark vom Fahrverhalten ab. Vertrete da eher die Meinung wer bremst verliert. 8o Ich lasse das Auto lieber ausrollen bzw. verzögere durch runterschalten. :P



    Wartung (kein Getriebe, generell kaum schnelldrehende Teile)


    Naja, ich muss alle 2 Jahre / 30.000km in die Werkstatt Inspektion machen. Alle paar Intervalle mal Bremsen und Stoßdämpfer tauschen, das hab ich aber beim E-Auto genau so.
    Getriebe fällt ja in den wenigsten Fällen aus, mein Auto davor hatte über 200.000km auf der Uhr und das Getriebe hatte null Probleme. Da wurde 1x die Kupplung getauscht, kann man mit leben. Und ich muss dazu sagen, es wurde nachweislich bei nie ein Getriebeölwechsel gemacht. :P (War zwar ein Schalter, aber hin und wieder sollte man da auch einen Ölwechsel machen)


    Beim E-Auto zahlt man halt für die Batterie, also ich würde sagen kaum Mehrkosten. Relativiert sich eigentlich. Strom ist ja auch nicht kostenlos. :P


    Ölwechsel (hinfällig)


    Hat der Elektromotor überhaupt keine Schmierung intern oder wird vom Hersteller nur gesagt es sei nicht nötig es zu wechseln?

  • Hört man die E-Autos überhaupt auf der Straße?
    (geht mir um die Schwer-hörigen Menschen)

  • Bei <30km/h auf jeden Fall nicht, wenn man ein schlechtes Gehör hat, man dann sollte man vielleicht davon absehen, sich im Straßenverkehr aufs Smartphone starrend zu bewegen.
    Bei >30km/h hört man sie wegen der Abrollgeräusche der Reifen allerdings wie jedes andere Auto auch.

  • Hängt stark auch von den anderen Fahrern ab, der Schadenfreiheitsklasse

    in Stufe 09 :D


    Hört man die E-Autos überhaupt auf der Straße?
    (geht mir um die Schwer-hörigen Menschen)

    Hi! Der Renault Zoe hat (wie viele andere e-Autos) einen "Warnton" eingebaut, der sich unterhalb von 30 km/h aktiviert. Es handelt sich dabei um ein Summen bzw Surren, das ein bisschen spacig klingt und sich je nach Geschwindigkeit verändert.
    Ab 30 km/h ist das Auto zwar immer noch fast lautlos, man hört es aber trotzdem - wie DMA bereits geschrieben hat - auf Grund der Rollgeräusche :)

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