Sozialphobie + Kontakte knüpfen (auch virtuell)

Aus gegebenem Anlass: Sichert eure Backupcodes wenn ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert habt!

Infos dazu findet ihr nochmal hier

  • Ich weiß ich weiß, für Außenstehende mag das sicher banal und verrückt sein, aber in dieser Situation stecke ich nun mal und muss mich täglich mit ihr auseinandersetzen.

    Ich möchte nicht allzusehr ins Detail gehen, kann aber sagen, dass mich auch diese Tatsache stark daran hindert, neue Kontakte (auch virtuelle) zu knüpfen.


    Nun, ich habe unter anderem ein sehr hohes Anspannungsniveau. Ich habe mithilfe meiner Therapie und durch viele verschiedene Entspannungstechniken lernen

    können, diese allgegenwärtigen inneren Denkroutinen (teilweise) zu durchbrechen. Seit dem weiß ich auch, dass man sich durch Therapien keine

    langweiligen Gespräche anhören muss und das alles sowieso nichts bringt (vorrausgesetzt das Patienten <-> Therapeuten Verhältniss stimmt), sondern,

    dass du dir mit der Zeit viele wichtige Werkzeuge anfertigen kannst, mit denen du lernst, die Probleme richtig anzupacken. Es kommt oft zu Rückschlägen und

    ich fühle mich nach wie vor sehr unwohl und etwas einsam, wenn ich bedenke, dass ich nur ne Handvoll Freunde habe mit denen ich gelegentlich etwas unternehme,

    aber ich möchte mich nicht (mehr) damit zufrieden geben allein und "einsam" durch Leben zu gehen oder es vorzuziehen, lieber keine Kontakte zu knüpfen, als die Chance

    zu nutzen, einzigartzige und möglicherweise tolle Menschen kennenzulernen.


    Keine Ahnung, aber in dieser hinsicht mache ich kaum bis keine Fortschritte. Ich habe mich sehr oft (auch freiwillig) in solche Situationen begeben.. Habe gestreamt, war viel unterwegs und habe

    Phasenweise mit vielen Leuten (auch virtuell) Kontakt gehabt. Aber nichts. Das Gefühl.. Dieser Druck wenn ich unter Menschen bin (selbst bei Freunden, aber nicht so stark), diese Anspannung.. Dieses Gefühl und die Reizüberflutung, welche

    mir meine Energie raubt und mich müde machen.. Aber jetzt reicht's. ^^


    Gibt es Menschen auf dieser Plattform die ähnliche Schwierigkeiten haben und aus eigener Erfahrung Tipps oder Tricks parat haben, wie ihr das bewerkstelligt habt?


    "Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden."

  • Shopix

    Hat den Titel des Themas von „Sozialphobie + Kontakte im Internet“ zu „Sozialphobie + Kontakte knüpfen (auch virtuell)“ geändert.
  • Kann verstehen, dass man meist mehr Freunde sucht, aber es ist echt nicht wichtig viele zu haben, da schließe ich mich meinem Vorredner an, wenn es um sowas geht.


    Mir geht es sogar genauso, aber ja, man braucht echt nicht viele Leute um Glücklich zu sein :)

  • Seid mir für die lange Funkstille bitte nicht böse. Ich habe mich bisher einfach nicht so richtig getraut diesen Thread erneut zu öffnen. Ich möchte mich für die getätigten Antworten bedanken und auch für die Zeit, die sich manche genommen haben und mir privat geschrieben haben. Ich habe jetzt einfach mal etwas Roleplay gespielt und mich "mal wieder" dazu "überredet", viel in Situationen mit anderen Menschen zu kommen.. Ich meine ich gehe eh nicht so oft raus, bin gerne am PC (Kreative tätigkeiten, entertainment, zocken)

    und zocke für mein leben gern.. Oft etwas zu "krass", aber ja warum dann nicht einfach mal wie beim streamen sich selbst damit zu triggern, eben solche unangenehmen Situationen hervorzurufen und mich so bewusst in solche zu begeben. Naja, ich fühle mich halt einfach sehr oft unbeholfen und bin ebenfalls dort lieber allein als mit Leuten unterwegs. Ich kenne mich mit den Grundmechaniken aus und verliere einfach, sobald Soziale Interaktionen anstehen die Lust und / oder werde "ängstlich", der Druck im Kopf steigt und ich will einfach nur noch weg. Mhh, ich bleib einfach am Ball.. Vielleicht zwinge ich mich auch einfach zu sehr dafür und möchte zu sehr der sein, der in meiner Idealvorstellung "perfekt" wäre.. Keine Ahnung, aber ich will einfach nicht kampflos aufgeben..


    "Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden."

  • Seid mir für die lange Funkstille bitte nicht böse. Ich habe mich bisher einfach nicht so richtig getraut diesen Thread erneut zu öffnen. Ich möchte mich für die getätigten Antworten bedanken und auch für die Zeit, die sich manche genommen haben und mir privat geschrieben haben. Ich habe jetzt einfach mal etwas Roleplay gespielt und mich "mal wieder" dazu "überredet", viel in Situationen mit anderen Menschen zu kommen.. Ich meine ich gehe eh nicht so oft raus, bin gerne am PC (Kreative tätigkeiten, entertainment, zocken)

    und zocke für mein leben gern.. Oft etwas zu "krass", aber ja warum dann nicht einfach mal wie beim streamen sich selbst damit zu triggern, eben solche unangenehmen Situationen hervorzurufen und mich so bewusst in solche zu begeben. Naja, ich fühle mich halt einfach sehr oft unbeholfen und bin ebenfalls dort lieber allein als mit Leuten unterwegs. Ich kenne mich mit den Grundmechaniken aus und verliere einfach, sobald Soziale Interaktionen anstehen die Lust und / oder werde "ängstlich", der Druck im Kopf steigt und ich will einfach nur noch weg. Mhh, ich bleib einfach am Ball.. Vielleicht zwinge ich mich auch einfach zu sehr dafür und möchte zu sehr der sein, der in meiner Idealvorstellung "perfekt" wäre.. Keine Ahnung, aber ich will einfach nicht kampflos aufgeben..

    Such dir am besten eine Freundin. Wenn Du heiratest, verfällt dein ganzer Freundeskreis. 1-3 enge bleiben. Die Zeit nimmst Du dann mit deiner Frau.

  • Finde es super, dass du deine Ängste hier öffentlich eingestehst und etwas ändern möchtest. Das hat bestimmt einiges an Überwindung gekostet. Ich kann mich in deinem Startpost sehr gut wiederfinden, deshalb hoffe ich, dass dir das irgendwie weiterhilft. Gut zu wissen wäre noch wie alt zu bist.


    Ich selber merke wie mich manchmal der Stress im Alltag erdrückt. Von allen Seiten (Schule, Arbeit, Freunde, Familie usw.) wird erwartet dass man perfekt ist und nicht aus der Reihe tanzt, mit schlechten Noten, wenig Freunden oder wenig Geld. Für einen selbst entscheiden zu können, mit was man sich wohl fühlt, nimmt mir ein Teil der Last von den Schultern. Also sich selbstreflektieren und fragen: Was macht eine gute Lebensqualität für einen selbst aus? Mit was bin ich zufrieden oder unzufrieden? Sollte ich wirklich etwas ändern oder ist es nur ein Gruppen-/Gesellschaftszwang (viele Freunde, Geld etc.)?


    Soziale Kontakte knüpfen:

    Prinzipiell kann dir mit Leuten die du magst und die dich auch mögen nichts schlimmes passieren. Wenn du dich halbwegs normal verhältst, dann muss dir auch nichts peinlich sein. Lenk dich von der unangenehmen Situationen ab. Brech das Eis und fang auch mal mit irgendeinem Thema an, mit dem du dich wohl fühlst und einiges drüber weißt oder reden kannst. Beim zocken hört man nur deine Stimme, da kann dir schon mal viel weniger "Schlimmes" als im echten Leben passieren :) . Vielleicht findest du ja kleine Gruppen oder Clans mit deinen du regelmäßig was machen kannst. Dann fühlst du dich vielleicht mit der Zeit sicherer was du wann und wie sagen kannst.


    Für viele ist der Schritt zum Therapeuten zu gehen undenkbar, weil man vllt. von Freunden oder der Familie schief angeschaut wird, wenn das jemand erfährt. Ich finde es zeigt von Stärke, dass man seine Probleme angeht und sich den unangenehmen Situationen im Alltag erneut stellt. Wenn man alles in sich reinfrisst wird es nunmal von alleine nicht besser :)


    Mir hat es damals zumindest sehr geholfen, als ich niemanden zum Reden hatte, einmal pro Woche die ganze Scheiße von der Seele zu reden. Dann konnte ich ganz gut mit unangenehmen Situationen abschließen und hab die dann nicht "mit nach Hause genommen".


    Hier mal eine Liste, ohne alles zu genau zu erklären, an "Regeln" die mir eine sehr gute Lebensqualität beschert haben:

    1. Selbstbewusstsein steigern

    2. Auf das scheißen was andere von einem (negatives) denken

    3. !Stress reduzieren!

    4. Keine Angst vor Fehlern haben

    5. Aus Fehlern lernen

    6. Nicht zu viel über vergangenes nachdenken, was einen runterzieht, sondern probieren die Zukunft besser zu gestalten (an Träumen arbeiten)

    7. Nicht bei allem 100% geben, es reicht auch 80% um ans Ziel zu kommen (Stress reduzieren)

    8. Nicht zu große Ziele setzen und bei dem kleinsten Rückschlag verzweifeln, sondern viele kleine erreichbare Ziele setzen

    9. Nicht zwanghaft unter Leute gehen, die man sowieso nicht mag, sonder die auf der selben "Wellenlänge" sind (Job, Hobbies, Zocken etc)


    Maybe it helps.