• Beitrag von [DT]midomen ()

    Dieser Beitrag wurde von Trooper[Y] aus folgendem Grund gelöscht: Spar die quellenlose sarkastische Vorwürfe. ().
  • Das ist dann aber nicht auf die Telekom zurückzuführen. Wenn das Geschäftsmodell vorsieht, dass man in irgendeiner Weise Premium Traffic benötigt, berücksichtigt man das auch bei der Preiskalkulation.

    Natürlich ist es das weil diese die Preisänderung primär gestartet hat, alle anderen passen sich dann an.
    Da die Telekom Online - Gaming bereits als Beispiel für Premium - Traffic nutzt ist "Premium - Traffic" nichts als ein Marketing - Begriff welcher alle schnelleren DSL - Internetverbindungen aufführt.
    Faktisch hat man also später keine Alternativen und der gesamte Markt wird aufgrund willkürlicher Maßstäbe teurer (außer man nimmt von vornerein nur langsame Verbindungen).


    //edit:
    Grundsätzlich freue ich mich dass du das Thema so differenziert betrachten möchtest, allerdings verfällst du in deinem Wunsch nach Individualität auf eine lediglich konträre einseitige Sichtweise.
    Die Telekom spricht davon viel Traffic anders zu routen, ja, das siehst du richtig. Wenn du rein logisch betrachtet eine bestehende Infrastruktur mit begrenzter Kapazität hast bedeutet jeglicher Traffic der "vorgelassen" wird aber dass andere Datenpakete länger brauchen. Wird wie hier ein marktumfassender Vorstoß geplant der große Teile des bestehenden intensiven Internettraffics umfasst bedeutet das nicht dass wichtiger Traffic vorgelassen wird sondern große Datenmengen wodurch alle Nutzer ohne diese Zusatzoption immens langsamer werden. Will man nun wirklich priorisieren bräuchte man eine dritte Klasse die noch davor geschaltet wird. Man hat dann nun drei Klassen, wobei alles ist wie vorher außer dass alle Preise insgesamt gestiegen sind außer bei der nun deutlich langsameren Version wodurch diese obsolet wird da der Endkunde zum Umstieg gezwungen wird. Also wird erneut der Preis dafür gesteigert, solange bis der Preis so hoch ist dass sich nur so wenige Firmen/Kunden eine Priorisierung holen dass dadurch die unterste Klasse nicht zu sehr belastet wird oder das Upgrade zu teuer wird. In jedem Fall ist der Markt aber identisch wie vorher, nur sind die Preise höher. Das sind volkswirtschaftliche Vorgänge die du bei deinen sehr einfachen Konzepten nicht berücksichtigt hast.

  • Da die Telekom Online - Gaming bereits als Beispiel für Premium - Traffic nutzt ist "Premium - Traffic" nichts als ein Marketing - Begriff welcher alle schnelleren DSL - Internetverbindungen aufführt.
    Faktisch hat man also später keine Alternativen und der gesamte Markt wird aufgrund willkürlicher Maßstäbe teurer (außer man nimmt von vornerein nur langsame Verbindungen).

    Dann würde aber der Fall eintreten, den ich genannt habe. Der Markt reguliert sich selbst und man wechselt zu einem Anbieter, der die höheren Kosten nicht über den Kunden abwickelt. Glaube auch nicht, dass das überhaupt irgendein merkbarer Unterschied sein wird, weil Telekom einfach global gesehen zu unwichtig beim Peering ist. Als FastPath raus kam hat auch sofort jeder Gamer gesagt, dass er das braucht und sich das zu seinem Tarif dazu gebucht. Wenn der Markt das Potential bietet, kann man ihn doch auch entsprechend ausschöpfen und melken.


    EDIT wegen EDIT:


    Die Telekom spricht davon viel Traffic anders zu routen, ja, das siehst du richtig. Wenn du rein logisch betrachtet eine bestehende Infrastruktur mit begrenzter Kapazität hast bedeutet jeglicher Traffic der "vorgelassen" wird aber dass andere Datenpakete länger brauchen. Wird wie hier ein marktumfassender Vorstoß geplant der große Teile des bestehenden intensiven Internettraffics umfasst bedeutet das nicht dass wichtiger Traffic vorgelassen wird sondern große Datenmengen wodurch alle Nutzer ohne diese Zusatzoption immens langsamer werden

    Das stimmt natürlich, gebe ich dir vollkommen Recht. Allerdings auch hier wieder der Hinweis, dass neben Telekom auch viele andere Anbieter eine wichtige Rolle beim Peering spielen. Denke, dass deswegen kein negativer Effekt spürbar ist, weil es noch genug andere Routing Alternativen gibt.

  • "Dann würde aber der Fall eintreten, den ich genannt habe. Der Markt reguliert sich selbst und man wechselt zu einem Anbieter, der die höheren Kosten nicht über den Kunden abwickelt. "


    Was aber nicht eintreten wird da die anderen Konzerne mitziehen würden sobald sie sehen es funktioniert. Außerdem kann nicht jeder zu einem anderem Anbieter wechseln was dann erst recht eine Frechheit ist.


    Gleiches bei der deutschen Bahn. Da kann auch nicht jeder mit einer alternative Wege überbrücken und viele sind davon einfach angewiesen und man sollte Konzernen nicht die Möglichkeit geben das so gnadenlos auszupressen und auszubeuten.

  • Der Markt reguliert sich selbst und man wechselt zu einem Anbieter, der die höheren Kosten nicht über den Kunden abwickelt.

    Du scheinst entweder nicht ganz zu wissen was eine Marktregulation ist oder diese zu überschätzen. Ein Markt reguliert sich immer selber, ja, aber nicht auf demselben Preisniveau (VWL Grundkurs). Vodafone hat bereits angekündigt mitzugehen und andere Anbieter werden dasselbe tun da sie faktisch Geld aus dem Nichts generieren - es kostet sie nichts und sie können als Hausherren machen was sie wollen. Das reguliert sich dann bis dahin wo die Enndkunden nichtmehr bereit sind Preissteigerungen hinzunehmen, bei allen Anbietern. Und das ist dann das neue Preisniveau, (deutlich?) oberhalb des aktuellen Preises.


    Auch wenn der ein oder andere Experte mit den Zähnen knirschen dürfte kannst du dir die Vorgänge einer Marktregulation beispielhaft am AS-AD-Modell anschauen.

  • Du scheinst entweder nicht ganz zu wissen was eine Marktregulation ist oder diese zu überschätzen. Ein Markt reguliert sich immer selber, ja, aber nicht auf demselben Preisniveau (VWL Grundkurs). Vodafone hat bereits angekündigt mitzugehen und andere Anbieter werden dasselbe tun da sie faktisch Geld aus dem Nichts generieren - es kostet sie nichts und sie können als Hausherren machen was sie wollen. Das reguliert sich dann bis dahin wo die Enndkunden nichtmehr bereit sind Preissteigerungen hinzunehmen, bei allen Anbietern. Und das ist dann das neue Preisniveau, (deutlich?) oberhalb des aktuellen Preises.

    Das wäre dann aber Marktversagen ¯\_(ツ)_/¯


    Wenn die Kunden, wie du sagst "die Preissteigerung nichtmehr hinnehmen", würde aber wiederum die Nachfrage sinken, was eine Preissenkung zur Folge hätte. Ich versteh zwar die Idee, dass das "schlecht" ist, würde das aber alles etwas distanzierter und kritisch betrachten. Glaube die Diskussion könnte man nun endlos weiter führen .. :D

  • Es würde einfach Sinn machen wenn du bei deiner offensichtlich spürbar erschöpften Argumentation den Standpunkt entsprechend anpasst - das schaffen nicht viele, ist aber ein Zeichen von innerer Stärke und sollte bei wissenschaftlicher und reifer Herangehensweise eine durchaus normale Vorgehensweise sein. Deine Argumentation verliert sich spätestens mittelfristig an tatsächlichen Marktmechanismen.


    Das ist es ja - wenn alle Anbieter das machen steigt das gesamte Preisniveau, und dass sie das machen werden habe ich oben ja bereits erklärt. Die Nachfrage bleibt ohnehin auf demselben Niveau wie vorher da die Nutzer die heute eine schnelle Verbindung brauchen/wollend as auch morgen tun. Das heißt aber nicht, und das ist dein Denkfehler, dass der Preis dann auch identisch ist. Schau dir das oben verlinkte AS-AD-Modell an, auch dort kehrt die Nachfrage in ihren natürlichen Zustand zurück, der Preis aber nicht. Nun gibt es den Punkt ab dem nach der Preis-Absatz-Funktion die Kundenzahl stärker absteigt als dass der steigende Preis es kompensieren kann - ab da wird mit jedem zusätzlichem Euro den sie draufschlagen mehr verloren als gewonnen. Ab diesem Punkt stagniert die Preisentwicklung branchenweit. Die direkte Konkurrenz ist da nur bedingt ein sinnvolles Modell da alle Anbieter dieselben Kunden wie vorher haben und dasselbe Streben nach Mehreinnahmen im 1:1 Verhältnis wie die Konkurrenz hat.

  • Deine Argumentation führt ins verliert sich spätestens mittelfristig an tatsächlichen Marktmechanismen.

    Nein, absolut nicht.

    Das ist es ja - wenn alle Anbieter das machen steigt das gesamte Preisniveau, und dass sie das machen werden habe ich oben ja bereits erklärt. Nun gibt es den Punkt ab dem nach der Preis-Absatz-Funktion die Kundenzahl stärker absteigt als dass der steigende Preis es kompensieren kann - ab da wird mit jedem zusätzlichem Euro den sie draufschlagen mehr verloren als gewonnen. Ab diesem Punkt stagniert die Preisentwicklung branchenweit. Die direkte Konkurrenz ist da nur bedingt ein sinnvolles Modell da alle Anbieter dieselben Kunden wie vorher haben und dasselbe Streben nach Mehreinnahmen im 1:1 Verhältnis wie die Konkurrenz hat.

    Ich rede von der Nachfrageseite. Mit der Aussage hast du eigentlich nur meine Argumente wiedergegeben. Gehen wir mal davon aus, dass ALLE Konkurrenten der Telekom ähnliche Methoden anwenden, dann geht nur Produzentenrente verloren. Außerdem redest du hier direkt von den Peering Anbietern direkt, ich betrachte eher B2B Kunden der Telekom, .., die eben eine Preissteigerung NICHT an den Endkunden weitergeben. Sollte das dennoch er Fall sein, gibt es eine so große Anzahl an Konkurrenten, dass eben doch eine Marktregulierung absolut funktioniert.

  • Wollte die Telekom nicht auch mal das Datenvolumen für zu hause einführen. Also so wie man es vom Smartphone her kennt?

  • Wollte die Telekom nicht auch mal das Datenvolumen für zu hause einführen. Also so wie man es vom Smartphone her kennt?

    Soweit ich weiß erklärte die Bundesregierung ihnen dann den Krieg und alles änderte sich.
    In den neuen Verträgen der Telekom sind auch noch hintertüren für ein solches vorhaben eingebaut, obwohl es gesetzlich verboten wurde.

    Dieser Beitrag wurde bereits 763 mal editiert, zuletzt von »Anker.« (Vor einem Moment)


    "eingetragende Stand -Ins"


  • Jetzt mal so blind reingefragt: Sollte das Modell nicht erst dann zum Problem des Privatnutzers werden, wenn die Bandbreite der Telekom aus- bzw überlastet ist?
    Ich meine, wenn ein Netz meinetwegen 100 MBit Bandbreite bereitstellt, und diese von allen daran hängenden Nutzern, egal ob Privat oder nicht, nicht überschritten wird,
    kann es mir doch egal sein, wer da priorisierten Zugang hat, weil eh alle gleichzeitig können?


    Ich stelle mir das momentan noch so vor wie im Netz von Unitymedia bzw allgemein im Kabelnetz. Ist ja auch nur ein shared medium. Und das interessiert mich erst in dem
    Moment, wo das shared medium ausgelastet ist. Kam bei mir z.B. noch nicht ein einziges Mal vor. Und wenn ich mir dann die Garantie erkaufen kann, dass mein Internet auch
    zu Stoßzeiten noch funktioniert (vermutlich haben Großstädte vllt eher ein Problem damit?), ist das doch ne gute Sache?


    Mein CS:GO Server: 62.75.168.39:27016


    Ich bin so hungrig, dass ich vor lauter Durst nicht weiß, was ich rauchen soll - so müde bin ich!
    Freedom is just another word for 'Nothing left to lose'

  • Weil die meisten einfach aus eigener Profitgier falsch über das Thema berichten und dann Titel wählen wie "Telekom zockt uns arme Bürger ab!11!!!!1!1".

    Wie würdest du das denn sonst nennen, wenn Leute, die auch für, was weiß ich, 16000 bezahlt haben, vermindert priorisiert werden und dementsprechend zu bestimmten Zeiten viel weniger bekommen, weil irgend ein wildfremder Typ für mehr Leistung zahlt und er priorisiert wird?
    Da führt kein Weg dran vorbei, als das Kind auch beim Namen zu nennen: Das ist de facto Abzocke, auch wenn es rechtlich legal zu sein scheint.

  • Wie würdest du das denn sonst nennen, wenn Leute, die auch für, was weiß ich, 16000 bezahlt haben, vermindert priorisiert werden und dementsprechend zu bestimmten Zeiten viel weniger bekommen, weil irgend ein wildfremder Typ für mehr Leistung zahlt und er priorisiert wird?
    Da führt kein Weg dran vorbei, als das Kind auch beim Namen zu nennen: Das ist de facto Abzocke, auch wenn es rechtlich legal zu sein scheint.

    Und wieder jemand, der nicht versteht, was gemacht werden soll. Lies dir doch am besten mal den ganzen Thread durch.


    Jetzt mal so blind reingefragt: Sollte das Modell nicht erst dann zum Problem des Privatnutzers werden, wenn die Bandbreite der Telekom aus- bzw überlastet ist?

    Richtig.

    Ich stelle mir das momentan noch so vor wie im Netz von Unitymedia bzw allgemein im Kabelnetz. Ist ja auch nur ein shared medium. Und das interessiert mich erst in dem
    Moment, wo das shared medium ausgelastet ist. Kam bei mir z.B. noch nicht ein einziges Mal vor. Und wenn ich mir dann die Garantie erkaufen kann, dass mein Internet auch
    zu Stoßzeiten noch funktioniert (vermutlich haben Großstädte vllt eher ein Problem damit?), ist das doch ne gute Sache?

    Nur, dass das eben dann aus der Sicht eines Anbieters eines Dienstes zu sehen ist, nicht aus der Sicht des Kunden. Nehmen wir mal als Beispiel Nitrado, die sich die Garantie kaufen, dass ihre Pings auch zu Stoßzeiten dauerhaft niedrig sind.

  • Nur, dass das eben dann aus der Sicht eines Anbieters eines Dienstes zu sehen ist, nicht aus der Sicht des Kunden. Nehmen wir mal als Beispiel Nitrado, die sich die Garantie kaufen, dass ihre Pings auch zu Stoßzeiten dauerhaft niedrig sind.

    Naja, wenn die Leitungen voll sind wird das definitiv zum Problem des Kunden. Aber das wird es heute auch schon, also kein Grund die Fackeln rauszuholen. Der einzige Punkt wird halt der steigende Preis sein, das ist durch aus ein berechtigtes Argument.


    Mein CS:GO Server: 62.75.168.39:27016


    Ich bin so hungrig, dass ich vor lauter Durst nicht weiß, was ich rauchen soll - so müde bin ich!
    Freedom is just another word for 'Nothing left to lose'

  • Soweit ich das noch in Erinnerung habe meinte ein Sprecher vom Internetknoten De-Cix, dass die Leitungen extrem viele Ressourcen noch zur Verfügung haben und kaum ausgelastet sind. Meiner Meinung nach auf der einen Seite ganz cool sowas anzubieten, auf der anderen Seite aber auch Abzocke. Gott sei Dank gehören die Glasfaserleitungen in meiner Umgebung nicht der Telekom.

  • Beitrag von Kinimod ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: Ach, wird mir hier zu blöd. Viel Spas in eurer Haribowelt. ().
  • Nehmen wir mal die Gesetzes änderung der Eu in Bezug zur Netzneutralität.
    Spezialdienste zu bevorzugen ist sicher manchmal eine gute Sache. Sie nannten auch einige Beispiele z.B. Notrufe.
    Problem ist doch dass sie nicht fest definiert sind! Dann kommt die Telekom und nennt als ihr Spezialdienst als Beispiel, natürlich wie könnte es auch anders sein, Gaming. Damit der Spezialdienst sich lohnt müssen andere ausgebremst werden. Die haben wiederum kein bock ausgebremst zu werden.
    Alle Upgraden weil sie keinen bock haben ausgebremst zu werden und somit ist der Preis gestiegen. Hat es am Ende etwas gebracht wenn sie upgraden? Nein, es wäre für sie wie heute. Kein Gewinn, reine Abzocke.