Stromschlag vom handy gefährlich? Samsung Galaxy S8

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Infos dazu findet ihr nochmal hier

  • Meld mich auch mal nach langer zeit wieder,


    undzwar habe ich ein Samsung Galaxy S8 welches schon etwas gelitten hat. Vorhin habe ich dann das handy in die hand nehmen wollen und einen kleinen schlag bekommen an einer display macke am rand. Ohne angeschlossenes ladegerät.

    Kann sowas gefährlich sein? Wenn ich in den einstellungen unter status gehe steht da ganz unten netzspannung: DC 9V, Nennstrom: 1,76A.

    Hat das irgendwelche auswirkungen auf den körper?`Also in Richtung rhythmusstörungen oder sogar kammerflimmern?

  • Die Akkus haben eine Spannung von 3,7 V DC(Gleichspannung) die 9 V sollten wenn überhaupt nur dann anliegen, wenn ein Ladegerät angeschlossen ist.


    Interessant ist aber nicht nur das was an Spannung anliegt, sondern auch was an Strom fließt. Sollte hier aber keine wirklich große Rolle spielen.

    Wenn du dich aber irgendwie unwohl fühlst, dir Schwindelig o.ä. ist solltest du vielleicht doch ein Krankenhaus aufsuchen,

    aber idR ist die Gefahr von einem Stromschlag den man von einem Handy bekommt relativ gering.


    Anders sieht das natürlich bei 230 V o.ä. aus.

    "Bevor ich mir Informationen aus der "Bild" hole,
    werde ich anfangen, Wahlergebnisse danach vorauszusagen,
    neben welchen Busch unsere Katze gepinkelt hat."

    Margarete Stokowski

  • Um lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen zu triggern, sind regelhaft mehr als 2.000 Volt notwendig

    Wo hast du denn den Käse her? o:


    Es kommt darauf an, ob es Gleichspannung oder Wechselspannung natürlich ist.


    Bei Wechselspannung über 50V wird es lebensgefährlich, bei Gleichspannung etwa bei 120V.



    Also in Richtung rhythmusstörungen oder sogar kammerflimmern

    Hättest du Kammerflimmern, würdest du am Boden liegen, zucken und jemand müsste n Defibrillator schnell holen...


    Da hat LeonMrBonnie schon ganz recht, dass du das schon nicht fragen könntest und ob du es glaubst oder nicht, sowas würdest du merken hahaha xD


    Und DC = Gleichspannung, also 9V...von 120V...das mag zwar etwas gezwickt haben, war aber harmlos :)

    ast2ufdyxkb1.png


    Leute, lernt scripten und versucht mal lieber etwas selber zu schreiben, als es aus einem GF zu kopieren. :S

  • Wo hast du denn den Käse her? o:


    Es kommt darauf an, ob es Gleichspannung oder Wechselspannung natürlich ist.

    Bei medizinischen Fragestellungen hinsichtlich eines Stromunfalls wird zwischen Niedrig- und Starkstromunfall entschieden. Die grobe primäre Differenzierung ist wie folgt:

    Volt < 2000 = Niedrigstrom

    Volt > 2000 = Starkstrom


    Offizielle Quellen (hier ein Querverweis auf pubmed.com, selbstständige Recherche notwendig) und tatsächlich eigene Erfahrungen führen aus, dass bei Niedrigstromunfällen maligne Herzrhythmusstörungen nicht zu erwarten sind. Es kommt aber - logischerweise - auf viele Faktoren an, die eigentlich den Rahmen dieses Forums sprengen und insbesondere tiefergehende Kenntnisse der humanen Anatomie und Physiologie erfordern, sowie umfangreiches Wissen über die Pathophysiologie von exogenen elektrischen Einflüssen auf den Körper. Beispielhaft zu nennen sind der Eintrittspunkt des Stroms am Körper und auch der Leitungswiderstand.


    Bei Wechselspannung über 50V wird es lebensgefährlich, bei Gleichspannung etwa bei 120V.

    Das ist absolut richtig, aber als Aussage an sich genau so simplifizierend wie die elementare Unterteilung in Niedrig- und Starkstromunfall.


    Hättest du Kammerflimmern, würdest du am Boden liegen, zucken und jemand müsste n Defibrillator schnell holen...

    Ich wüsste nicht, dass man dafür am Boden liegen geschweige denn zucken muss. Hast du in der Realität schon mal ein Kammerflimmern gesehen? Das sieht man einem Menschen nicht an.


    Ein kurzer Exkurs, wieso es bei einer starken Stromexposition zu Kammerflimmern kommt bzw. kommen kann:

    Der Sinusknoten am hinteren Teil des Herzens funktioniert als natürlicher Taktgeber für die Herzfrequenz und den Herzrhythmus. Über verschiedene Bahnen wird der elektrische Impuls des Sinusknotens über das Herz hinweg geleitet, bis letztendlich über den letzten Teil des Reizweiterleitungssystems die Purkinje-Fasern erregt werden und dadurch - vereinfacht gesagt - der Herzschlag getriggert wird. Herzmuskelzellen haben übrigens die Eigenschaft, sich selbstständig erregen zu können, weshalb es überall im Herzmuskel zu neuen Erregungen kommen kann. Eine Stromexposition kann den normalen Rhythmus des Sinusknotens (den sog. Sinusrhythmus (SR)) übergehen und damit auslösen, dass Herzmuskelzellen sich selber erregen und dadurch einen neuen Herzschlag initiieren. Man spricht dann von einer sogenannten Extrasystole. Passiert dies häufiger und in schneller Abfolge, kann sich im Verlauf ein Kammerflimmern entwickeln und der Patient gilt als klinisch tot, da es zu einem funktionellen Kreislaufstillstand kommt. Dann benötigt man einen Defibrillator, um die normale Erregungsbildung durch den Sinusknoten wieder herzustellen. Dieser Text ist wirklich sehr vereinfacht.


    Ich habe übrigens auch überlegt, dieses Thema wegen der angeschnittenen medizinischen Fragestellung zu schließen, mich dann aber doch dagegen entschieden.

    Eindeutiger Konsens hier im Thema ist ja nun, dass dieser kleine Stromschlag regelhaft keine ausgeprägte Gesundheitsgefährdung nach sich ziehen wird. Bei Beschwerden kannst du natürlich trotzdem einen Arzt aufsuchen.


    Das Thema schließe ich nun aber doch, da die Frage im Prinzip beantwortet war.

  • shoxinat0r

    Hat das Thema geschlossen